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4-Tages-Wanderung im Juli 2017

4-Tages-Wanderung des Hauptvereins vom 13. Juli bis 16. Juli 2017

Im Juli dieses Jahres hat der Fachbereichsleiter Wandern und Freizeit des Westerwald-Vereins, Hans-Peter Junior, eine Mehrtageswanderung im Landkreis Altenkirchen angeboten. Die Wanderer konnten vieles über Natur, Kultur und die Geschichte im nördlichen Rheinland-Pfalz erfahren. Erwandert wurden 64 Kilometer auf vier ganz unterschiedlichen Wanderungen. Jeder Tag hatte seinen eigenen und besonderen Reiz.

Tag 1: Rundweg „Burglahr“

Der erste Tag startete morgens um 9:00 Uhr bei etwa 16 Grad Celsius, klarer Luft und strahlendem Sonnenschein. Der erste Aufstieg mit knapp 160 Höhenmetern ließ so manchen Teilnehmer an dem Wanderspaß zweifeln. Doch oben angekommen waren die Mühen schnell vergessen. Zunächst eben und dann leicht abschüssig führte der Weg über eine romantische Hängebrücke zum ehemaligen Kreuzherrenkloster Ehrenstein. Kloster, Kirche und die gleichnamige Burgruine beeindruckten in ihrer Gesamtheit. Die verdiente Rast wurde im Kloster eingelegt. Bei der anschließenden Führung wurde nicht nur die bewegte Geschichte von Kloster, Kirche und Burg geschildert. Wir durften die Monstranz, die sonst nur an Fronleichnam ihren sicheren Aufbewahrungsort verlässt, sowie mehrere historische liturgische Gewänder bewundern. Erholt und gut gestärkt konnte die Wanderung danach weitergehen. Nachdem auch der letzte Anstieg bezwungen war, standen wir in Burglahr vor der Ruine des Burgturms. Bis hierhin waren es ungefähr 18 Kilometer und ca. 400 Höhenmeter. Noch nicht genug? Kein Problem, über eine Wendeltreppe wurde der Turm bestiegen. Oben angekommen erwartete uns ein wunderbarer Fernblick.

Tag 2: Durch die Wälder der Leuscheid

Treffpunkt am zweiten Tag war in Weyerbusch der Parkplatz neben der Villa Sonnenhof, dem früheren Rathaus. In der Zeit von 1845 bis 1848 Amtssitz des Sozialreformers Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Von hier aus ging es mit Fahrgemeinschaften in die urigen Wälder der Leuscheid. Der Himmel zeigte sich am Morgen noch wolkenverhangen. Aber das Wetter klarte auf und am Mittag war zwischenzeitlich kein Wölkchen mehr zu sehen. Die 16 Kilometer Wanderung führte ausschließlich durch den Leuscheider Wald, der an der Landesgrenze zwischen Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen liegt. Der Großteil des Gebietes ist mit Waldflächen bedeckt. Aber auch Zwischenmoore, Moorheiden und Waldwiesen sind hier anzutreffen. Ein sehr schönes Wandergebiet und perfekt für heiße Sommertage.

Tag 3: Altenkirchen und Fluterschen

Entschleunigung. Der Wanderstart diesmal erst um 10:30 Uhr. Mit 14 Kilometern die Kürzeste der vier Wanderungen. Zu Beginn eine kurze Stadtführung durch Altenkirchen, danach ging es gemächlich nach Fluterschen zum Panoramaweg. Der Weg wurde 2008/2009 von Mitgliedern des Westerwald-Vereins Fluterschen initiiert und begeistert mit seinen Fernblicken. Einer schöner als der andere. Bei guter Sicht sind das Siebengebirge, der Förderturm „Grube Georg“ bei Willroth, die Berge bis Siegen und vieles mehr zu sehen. Vom Panoramaweg führte die Wanderung hinab ins Johannistal und von dort wieder hinauf zum Bismarkturm. Nach einem ausgiebigen Blick auf die unter uns liegende Stadt Altenkirchen, erfolgte der Abstieg. Durch einen Tunnel, den wir in leicht gebückter Haltung durchqueren mussten, erreichten wir die Innenstadt von Altenkirchen.

Tag 4: Rund um „Flammersfeld“

Auf zum Endspurt. Am letzten Tag lagen Start und Ziel in Flammersfeld. Auch hier begegnete uns Friedrich Wilhelm Raiffeisen, der im Jahr 1848 als Bürgermeister nach Flammersfeld wechselte. Flotten Schrittes ging es durch den Bauerngarten des Raiffeisenmuseums hinab nach Seelbach. Sowohl im Wiedtal als auch im Grenzbachtal wurde die Wanderung durch das Rauschen des Wassers begleitet und sorgte für puren Wandergenuss. Mit der Ortschaft Oberlahr erreichten wir, wie bereits am ersten Tag mit der Ortschaft Burglahr, die Landschaft „Lahrer Herrlichkeit“. In Oberlahr stand eine kurze Besichtigung der Kirche an. Anschließend mussten die letzten Kräfte mobilisiert werden! Der finale Anstieg bei schwülem Wetter nach Rott stand noch bevor. Danach folgte lockeres Auslaufen auf ebener Strecke zurück nach Flammersfeld. Die letzte Etappe mit nochmals 16 Kilometern war erfolgreich absolviert und leichter Wehmut stellte sich ein.